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150 Jahre Freundschaft Deutschland - Japan
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Konsulat von Japan in Hamburg
Rathausmarkt 5
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Tel. +49(0)40-33 30 170
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Hoher japanischer Orden für Herrn Ferdiand (Feliks F.) Hoff


Am 3. November 2011 wurde
Herrn Ferdinand (Feliks F.) Hoff
Gründungspräsident – heute Ehrenpräsident – des Deutschen Kyudo-Bundes e.V. und Präsident des Alster Dojo e.V.

von Seiner Majestät Kaiser Akihito
der
Orden der Aufgehenden Sonne,
goldene Strahlen mit Rosette

verliehen.
Feliks Hoff
Diese hohe Auszeichnung ist ein Zeichen der Wertschätzung für die verdienstvolle Arbeit, die Herr Hoff im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland sowie zur Verbreitung der traditionellen japanischen Kultur durch Kyudo in Deutschland leistete.

Ferdinand Hoff – so heißt er offiziell in seinen Ausweisdokumenten, er selbst nennt sich Feliks F. Hoff – wurde 1945 in Meran geboren und war als studierter Sozialpädagoge bis 2009 im Schulpsychologischen Dienst der Freien und Hansestadt Hamburg tätig. Außerhalb des Berufslebens hat er sich jedoch einer alten japanischen Kampfsportart verschrieben: Kyudo. Es handelt sich dabei um japanisches Bogenschießen nach der traditionellen Methode im Kanon des Budo. Geschossen wird ohne technische Hilfsmittel – nur mit dem Körper und einfachstem Gerät (geübt wird mit dem ca. 2,20 m langem japanischen Langbogen, der traditionell aus Holz und Bambus gefertigt ist und eine besondere Schießtechnik erfordert) in einer präzise festgelegten Form. Diese mit einem guten Trefferergebnis zu erreichen, bedarf langer nicht nur physischer, sondern auch geistiger Übung.

Kyudo wurde 1969 von Prof. Genshirô Inagaki erstmals in Deutschland bei einem Einführungsseminar in Hamburg vorgestellt. Ferdinand (Feliks F.) Hoff, der bereits seit 1964 Budo-Disziplinen ausübte, war damals von den Demonstrationen des japanischen Kyudo-Meisters so fasziniert, dass er in jenem Jahr die erste Kyudo-Gruppe in Hamburg gründete.
1974 wurde die Sektion Kyudo im Deutschen Judobund e.V. gegründet. Präsident: Ferdinand (Feliks F.) Hoff. 1980 wurde die European Kyudo Federation unter Federführung der deutschen Kyudosektion ins Leben gerufen. 1984 erfolgte der Bau der ersten deutschen Kyudodojo (Alster Dojo) im Veilchenweg in Hamburg-Lokstedt - alles unter der Ägide und aktiven Beteiligung von Herrn Hoff. 1989 fand die erste Kyudo-Europameisterschaft in Hamburg statt.

Auf Betreiben des Geehrten wurde 1994 der Deutsche Kyudo-Bund e.V. gegründet, dessen Präsident er bis 1997 war. Seit diesem Zeitpunkt ist der Träger der goldenen Ehrennadel des Deutschen Kyudo-Bundes e.V. dessen Ehrenpräsident. 2003 überschritt die Mitgliederzahl des Deutschen Kyudo-Bundes e.V. erstmals die 1.000er-Marke, damit ist er der größte Kyudo-Verband außerhalb Japans. 40 Jahre nach Gründung der ersten Kyudo-Gruppe in Hamburg zählt der Deutsche Kyudo-Bund e.V. bereits 1.400 Mitglieder, darunter viele Frauen. 2006 trat man dem neu gegründeten Internationalen Kyudo-Verband in Tokyo bei.

Diese internationale Ausrichtung geht nicht zuletzt auf das große Engagement von Ferdinand (Feliks K.) Hoff zurück, der neben Siegen und Platzierungen in überregionalen und internationalen Wettbewerben auch eine Nominierung zu Hamburgs Sportler des Jahres aufweisen kann. Im April 2010 fanden in Tokyo die ersten Weltmeisterschaften im Japanischen Bogenschießen in vier Kategorien statt. In der Kategorie der Lehrer wurde aufgrund der höchsten Trefferquote Ferdinand (Feliks F.) Hoff Kyudo-Weltmeister.

Herr Hoff fand als Buchautor (z.B. "Kyudo-Lehrbuch" und "Iaido", um nur einige seiner zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Budo zu nennen) Anklang, es gab auch Fernsehauftritte. Große Verdienste erwarb er sich als Multiplikator dieser japanischen Kampfsportart, als Trainer (Bundestrainer) sowie Vorbild für die Jugend. Er präsentierte bei zahlreichen Veranstaltungen "seine" Sportart und unterstützte damit die Bemühungen, Japan den Deutschen näher zu bringen. Bei vielen Kulturveranstaltungen des Japanischen Generalkonsulats Hamburg stellte er seine Zeit, sein Wissen und seine Sportkunst zur Verfügung.

Die hohe Auszeichnung ist gleichzeitig als Anerkennung für all diejenigen zu betrachten, die über den Weg des Sports den engen Kontakt zu Japan pflegen.

Ein Abend für den japanischen Kampfsport

Zur Überreichung des "Ordens der Aufgehenden Sonne, goldene Strahlen mit Rosette" an Ferdinand (Feliks F.) Hoff am 13. Dezember 2011 im Albert-Schäfer-Saal der Handelskammer Hamburg erschien das Who is Who der Hamburger Kampfsportszene. Geladen hatte das Japanische Generalkonsulat Hamburg. Die Begrüßung erfolgte durch Dr. Malte Heyne, Stellvertretender Geschäftsführer der Handelskammer Hamburg, als Hausherr. Danach demonstrierte Herr Hoff eine Kyudo-Zeremonie. Zum Ende seiner ausführlichen Laudatio, in der er auf die Verdienste des Geehrten einging, überreichte Generalkonsul Setsuo Kosaka den Orden. Sodann meldete sich Staatsrat Karl Schwinke von der Kulturbehörde als Vertreter des Senats zu Wort. Die Moderation hatte Ralph Lehnert vom Hamburger Sportbund übernommen, der auch den Präsentationsteil zusammenstellte und organisierte.

Herr Hoffs Kyudo-Demonstration
Dem offiziellen Teil der Veranstaltung folgte ein wahres Feuerwerk der Kampfkunst. In mitreißenden Demonstrationen, teils zu heißen Rhythmen, wurde Aikido, Judo, Karate und Ju-Jutsu vorgestellt. Besonders erfreulich waren dabei die vielen jungen Sportler, stellvertretend seien für sie das Kinder-Kata-Team des Hamburger Karte-Verbandes sowie das Ju-Jutsu-Showteam der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft genannt. Die nahezu 200 Gäste hatten also beim anschließenden Empfang reichlich Gesprächsstoff!
Die Verleihungszeremonie zählte zu den Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums "150 Jahre Freundschaft Japan-Deutschland". Das Jubiläumsjahr wurde dazu genutzt, die Vielfalt des Austausches zu präsentieren, die sich im Lauf der Jahre entwickelt hat. Der Sport spielt dabei eine wesentliche Rolle.

150 Jahre Freundschaft Japan-Deutschland
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